Schweden: Tag 4
Auch heute starteten wir den Tag mit einem ausgewogenen Frühstück. Nach einem (negativen!) Corona Schnelltest warteten wir wie so oft auf Herrn Naacke.
Wahrscheinlich werden wir jetzt jeden Tag die ersten zwei Stunden den Unterricht in Deutsch gestalten. Unsere heutige Klasse war etwas kleiner, aber dafür im Sprachniveau sehr weit, Das haben wir auch gemerkt. Sie waren nicht so schüchtern wie unsere gestrige Klasse. Zur Abwechslung haben wir ein Kahoot über Deutschland vorbereitet, was recht gut ankam (selbst die kleinen Schreibfehler im Quiz). 😀 Übrigens hat Herr Pettersson gewonnen (war klar 😁). Und wir haben ein neues Vorurteil kennengelernt: Die Deutschen feiern das Oktoberfest im Oktober und trinken Bier. Tja, zumindest eine Sache davon ist richtig.
Die Stunde ging schnell vorbei, und nach ein paar Minuten saßen wir wieder mit Herrn Naacke im Auto in Richtung Oxelösund. Was uns da wohl erwartet?
Auf jeden Fall ein Hafen. Nur blöd, dass wir auf die falsche Seite gefahren sind, denn hier konnte man gar nicht so nah ran an die großen Schiffe. Aber anstatt sofort rüber zu fahren, haben wir erstmal die eine Seite der Stadt unsicher gemacht. Es gibt hier eine kleine Mall mit extra Läden für alkoholische Getränke. Alkohol darf in Schweden nämlich nicht einfach so im Laden verkauft werden, sondern muss kontrolliert und extra an die Bevölkerung ausgegeben werden.
Den nächsten Schritt wagten wir in eine Kirche, bei der wir von weitem dachten, sie wäre mit der Mall verbunden. Nach dem Kirchenbesuch ging es dann über die Brücke, direkt auf den Hafen zu. Da standen überall kleine rote Häuschen, bei denen wir nicht wussten warum sie dort stehen. Eine Einheimische hat uns dann verraten, dass dort die ganzen kleinen Fischerbote der Bewohner gelagert werden.Dann ging's ab durch den Wald, und mindestens eine/r von uns ist auf der Strecke ausgerutscht und mit den Knien im Wasser gelandet. Irgendwann waren wir dann am Hafen, aber leider fuhren grade keine Schiffe ab. Direkt am Wasser standen kleine Bänke, worauf wir unser Mittagsmahl einnahmen: Knäckebrot mit drei verschiedenen Arten Tubenkäse. Einmal normalen Käse, dann Käse mit Speck und Gorgonzolakäde. Und selbst, wenn es nach nicht viel und rustikal klingt, war es doch seine Erfahrung wert. Tubenkäse kriegt man ja nicht überall in Deutschland. Die Schweden essen diesen Käse übrigens gern, wenn sie mal eine Ausfahrt z.B. in die Wildnis machen. Das ist "convenient" wie man so schön auf Englisch sagt. Mit diesen Eindrücken verließen wir Oxelösund.
Unser nächster Stopp auf der Karte war ein "Inga Lindaström-Drehort" mit Namen "Stärnholm". Ein wunderschönes Anwesen mit kleinem Hotel und Pferdehof- und Koppel. Bei all dem hatten wir (noch) nicht so prickelndes Wetter. Das änderte sich bei unserem nächsten Stopp allerdings recht schnell.
Das Highlight des Tages erwartete uns (wieder) gegen Nachmittag und Abend. Wir waren unterwegs in ein Naturreservat namens "Stendörrens naturreservat". Das ist übrigens ein großer Reisetipp!!! Die Natur dort ist wunderschön. Jetzt im Winter ist vieles vereist. So sind wir über Stock und Stein geschlittert auf der Suche nach dem perfekten Fotospot. Und wir haben ihn gefunden. Mehrere sogar. Seht euch die HAMMER Bilder einfach mal selbst an. Schöner geht's nicht. Herr Naacke war währenddessen ganz vernarrt in seine Drohne, die er auch gleich nutzte, um von uns ein kurzes Video zu machen. Wir können einfach nur schwärmen und euch ans Herz legen, das Reservat unbedingt zu besuchen, wenn ihr in Schweden seid. Vorzugsweise am Abend. 😄
Nach dem kleinen Trip ging der Weg erstmal zurück in ein Stückchen Heimat: in den Lidl. Eingekauft wurden verschiedene Sachen fürs Abendessen, weil wir Salat machen wollten. Zusätzlich haben wir mal etwas ausprobiert, was die Schweden anscheinend sehr oft essen: Kebab-Pizza. Unser Fazit. Es schmeckt. Kann man mal machen.
Gerade jetzt am Abend sitzen wir zusammen und planen den nächsten Tag. Wir verfeinern unsere Kahoots und arbeiten an Insta-Fotos.
So, das war das Update von Tag 4. Wir hoffen, euch gefallen die Bilder. Wir verstehen, wieso die Schweden so gern in der Natur entspannen. Es hat auch uns geholfen, mal für ein paar Minuten runter zu kommen und ein bisschen zu uns selbst zu finden.
Ganz liebe Grüße aus Schweden 😊
Kommentare
Kommentar veröffentlichen